| Liebe
IPPNW Deutschland,
ich wollte nur kurz vom
Wochenende der Jungen IPPNW berichten, das letzte Woche in der
"hessischen Toscana" unter Beteiligung junger Mediziner aus ganz
Deutschland statt gefunden hat. Neben einem längst
überfälligen Wiedersehen mit alten Freunden und Kollegen
diente das Wochenende auch dazu, neue Motivation zu schöpfen,
gemeinsam konkrete Handlungsmöglichkeiten zu besprechen,
über die Arbeit der deutschen und internationalen IPPNW
Ärzteschaft zu informieren und gemeinsam mit anderen sozial
engagierten Medizinern über Themen zu sprechen, die einen im
Alltag beschäftigen. Insgesamt lässt sich sagen, dass das
Wochenende für alle Beteiligten eine einmalige Chance war, eine
Auszeit vom stressigen klinischen Alltag zu nehmen und sich wieder auf
andere Themen zu konzentrieren. Hier die Highlights des Wochenendes
für alle, die es nicht geschafft haben zu kommen:
Dr. Neil Arya aus Kanada
berichtete von seinem Fachgebiet "Peace through Health" und
leitete einen Workshop der sich mit zahlreichen konkreten Beispielen
für medizinischen Friedensarbeit befasste - vom Arzt in der
Entwicklungshilfe zum Mediziner der sich lokal für eine gerechtere
Gesellschaft einsetzt.
Dr. Elu Iskenius aus
Villingen trug zu dem Wochenende aus seiner Warte als alt gedienter
Mediziner für soziale Gerechtigkeit bei und bereicherte viele der
Diskussionen mit seinen Erfahrungen und seinem Wissensschatz.
Das Organisationskomitee
des IPPNW-Kongresses "Medizin und Gewissen" stellte ihre Pläne
für den Kongress im Oktober vor und holte das Feedback der
Teilnehmer ein.
Stephan Kolb aus
Erlangen stellte sein Projekt "1001 Geschichten und kein einziges
Märchen" vor, das die Ungerechtigkeiten unseres Gesundheitswesens
transparent machen will, in dem es den Betroffenen - Patienten,
Angehörigen, Ärzten und Pflegern - ein Sprachrohr gibt. In
Form einer interaktiven Website sollen so wahre Geschichten aus unserem
Gesundheitswesen gesammelt und aufbereitet werden.
Inga Blum und Atossa
Kouchekmanesh aus Hamburg stellten die IPPNW Arbeit zur Verhütung
des Atomkriegs vor und erzählten von ihren Erfahrungen mit IPPNW
Delegationen im Rahmen des Nuclear Weapons Inheritance Project (NWIP)
und Dialogue with Decision Makers (DwDM).
Alex Rosen aus
Düsseldorf leitete einen Workshop zum Thema "Rassismus im
ärztlichen Alltag" der teils kontroversen Diskussionen
auslösen konnte.
Außerdem wurde der
IPPNW-Kongress "Zeitbombe Atomenergie - 20 Jahre Tschernobyl"
vorgestellt und konkrete Beteiligungsmöglichkeiten für junge
Mediziner angesprochen.
Gemeinsame Mahlzeiten,
fröhliche nächtliche Singrunden mit Gorkis
Gitarrenbegleitung, ausgiebige Fühstücksbrunchs und
unzählige Gespräche jenseits des "offiziellen Programms"
rundeten das Wochenende ab und trugen zu der entspannten
Atmosphäre eines echten "Rückzugs-Wochenendes" bei.
Soviel also zu diesem
Wochenende, welches sicherlich im kommenden Jahr eine Wiederholung
erfahren wird - zum einen, da es den Übergang zwischen der
Studierendenarbeit der IPPNW und der "Erwachsenen IPPNW" erleichtern
kann, zum anderen da viele junge Mediziner, die dieses Jahr leider
nicht teil nehmen konnten auch die Gelegenheit bekommen sollen, an
einem solchen Wochenende teil zu nehmen. Ein wichtiges Thema,
nämlich die Kompatibilität sozialen Engagements mit
klinischen Verpflichtungen wird beim nächsten Treffen dann
sicherlich auch mehr Bedeutung erfahren
Programm des Wochenendes:
Freitag
bis 19:00 Ankunft der
TeilnehmerInnen
19:00
Vorstellung des Programms des Wochenendes
19:15
Interaktive Kennenlernrunde
19:45
Abendessen
21:00
Film
Samstag
9:00
Frühstück
10:00 Peace
through Health - Workshop von und mit Dr. Neil Arya aus Kanada
12:00
Workshop zum Thema "Fremdenfeindlichkeit und Vorurteile im
ärztlichen Alltag"
13:00
Mittagessen
15:00
Workshop von NWIP und Inga Blum: "Atomwaffen - ein Thema für junge
Ärztinnen und Ärzte?"
17:00 Geselliger Schneespaziergang
19:00
Abendessen
21:00
Sozialer Abend
Sonntag
9:00
Frühstück
10:00
Vorstellung des Kongress "Zeitbombe Atomenergie - 20 Jahre Tschernobyl"
mit konkreten Handlungsmöglichkeiten
10:30
Vorstellung des Kongress "Medizin und Gewissen"
11:00 "Was
kann der/die Einzelne tun?" - Workshop zum persönlichen Engagement
in der IPPNW und lokal
13:00
Feedbackrunde
14:00 Snacks und Verabschiedung
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