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20.10.2004 - Medizin in
sozialer Verantwortung - Kann / soll Medizin soziale Probleme
lösen?
In diesem Vortrag werden diverse Denkansätze
des ethischen medizinischen Handelns von Hippokrates über Virchow
bis hin zur Genfer Erklärung beleuchtet. Außerdem werden
einige beispielhafte Ärztinnen und Ärzte vorgestellt, die
durch ihr Handeln versuchen, soziale Probleme zu lösen.
Anschließend soll im Rahmen einer Diskussion die eingangs
gestellte Frage erörtert werden.
27.10.2004
- Medizin
und Rassismus
Gemeinsam sollen Fallbeispiele aus dem ärztlichen Alltag gesammelt
werden, bei denen Rassismus eine Rolle gespielt hat. Außerdem
wird reflektorisch die Frage gestellt wo Rassismus beginnt und wo
Vorurteile entsehen. Anschließend sollen Auswege aus diesen
Situationen gefunden und in Form einer Diskussion Prinzipien für
eine Vorurteilsfreie und nicht diskriminierende ärztliche
Behandlung von Menschen aller Ethnien erarbeitet werden.
3.11.2004 - Eine gleichberechtigte medizinische
Behandlung von
Behinderten
Hier soll im Rahmen innovativer Gruppenprozesse erarbeitet werden, was
Behinderung eigentlich ist, welche Probleme und Fragestellungen sich in
der medizinischen Behandlung Behinderter auftun und wie man als Arzt
oder Ärztin eine wirklich gleichberechtigte Behandlung
durchführen kann. Anschließend soll in Form einer Diskussion
über die Ergebnisse dieser einzelnen Punkte geredet werden.
10.11.2004 -
Medizin und Humanexperimente
Vom dritten Reich bis in die Neuzeit -
wie Humanexperimente das
Ansehen und das Selbstverständnis der Medizin nachträglich
beeinflusst
haben. Neben den bekannten Fällen der grausamen Experimenten an
Menschen (stets im Namen der Wissenschaft und dem Wohl der Menschheit
versteht sich) werden auch einige der weniger bekannten Fälle
beleuchtet - so zum Beispiel die Verstrahlung eigener Staatsbürger
durch das US-Militär während des Kalten Krieges.
17.11.2004 - Medizinische
Ethik in der Notfallmedizin - Selbstmord
In Form von Fallbeispielen soll gemeinsam erarbeitet werden, mit
welchen ethischen Probleme sich ein Arzt bei der Behandlung suizidaler
Patienten, bzw. ein Notarzt beim Vorliegen eines Selbstmordversuchs
befassen muss. Anschließend sollen die zusammengetragenen
Ergebnisse im Rahmen einer konstruktiven Diskussion zusammengefasst
werden.
24.11.2004 -
Peace through Health
Wie kann Medizin, wie kann Gesundheit
zum Frieden beitragen? Was könne Ärzte in Krisenregionen
beisteuern. Von interkultureller Kinderbehandlung bis zu
Waffenstillstandpausen zum Impfen gibt es zahlreiche Beispiele von
Medizinischen Interventionen, die als alternative
Konfliktlösungsansätze in Krisenherden eingesetzt wurden. Der
enge Zusammenhang zwischen Frieden und Gesundheit spielt hierbei eine
wichtige Rolle.
1.12.2004 - Andere Länder, andere Leiden
Wie
werden Krankheiten in unterschiedlichen Ländern anders wahr
genommen?
Was für eine Rolle spielen die Kulturkreise in der Behandlung von
Krankheiten? Weshalb gibt es nirgendwo auf der Welt so viele
Herzpatienten wie in Deutschland? Weshalb würde man in Frankreich
zu
einer Migräne "Leberkrise" sagen? Was ist es mit den Briten und
ihrer
Fixierung auf der Magen-Darm-Trakt? Ist die amerikanische Medizin
wirklich so aggressiv? Diese und viele andere Fragen sollen
während
dieser Stunde behandelt werden.
8.12.2004 - "Unbezahlbar krank?"
Ist alles was technisch möglich ist in einem Gesundheitssystem wie
dem deutschen auch möglich? Wo zieht man Grenzen für
Therapieindikationen? An Hand des Alters der Patienten? An Hand der
Fülle ihres Geldbeutels? Zufällig? Die Bezahlbarkeit von
medizinischem Fortschritt und der ethische Wiederspruch den eine
Forschung und eine Praxis bieten, die aus Gründen der
Finanzierbarkeit weit aus einander klaffen waren unter anderem Themen
dieses Seminars.
15.12.2004
- Medizinische Flüchtlingsbegleitung
Dr. Winfried Eisenberg, Kinderarzt und IPPNW-Mitglied aus Herford,
hielt ein Seminar zum Thema "Medizinische Flüchtlingsbegleitung"
ab. Mit mehr als 1 Million Menschen, die ohne Papiere auch keinen
Zugang zu medizinischen Diensten besitzen, haben wir in Deutschland ein
riesiges Problem. Zahlreiche Einzelinitiativen, unter anderem die
Herforder Gruppe um Dr. Eisenberg befassen sich mit diesen Menschen und
versuchen ihnen zu helfen.
22.12.2004 - Ethische
Probleme in der Allgemeinmedizin
In vorweihnachtlicher Runde sollen einige Fallbeispiele besprochen
werden, die ethische Konflikte im Bereich der Allgemeinmedizin
behandeln. Hierbei wird mittels des Themas "Impfung" der Widerspruch
einer Individuumsbezogenen und einer
Gesellschaftsbezogenen Medizin thematisiert werden.
12.1.2005 - Sterben
und Patientenverfügungen
Während Serien wie ER Ärztinnen und Ärzte stets als
heroische Lebensretter darstellen, gehört der Tod von Patienten
ebenso zum ärztlichen Alltag wie das Heilen. Daher ist es auch
wichtig, sich mit den ethischen Überlegungen auseinanderzusetzen,
die notwendig sind, wenn beispielsweise Patientenverfügungen
vorliegen die eine andere Therapie vorschreiben als der Arzt für
richtig hält. Auch das komplexe Zusammenspiel von Ärzten,
Patienten, Angehörigen und Pflegepersonal soll in diesem Seminar
im Bezug auf die Situation des Sterbens erörtert werden. Zu Gast
ist dabei Dr. Heiner Fangerau vom Institut für Geschichte
der Medizin in Düsseldorf.
19.1.2005 - Umgang mit
Kindern in medizinischen
Notfallsituationen aus psychologischer Sicht
Zu Gast war Dr. Harald Karutz vom Gesundheits- und Pflegewissenschaftlichen
Institut St. Elisabeth in Essen, der durch wissenschaftliche
Forschungsprojekte Leitlinien zur korrekten Behandlung von Kindern in
Notfallsituationen erarbeitet hat. Zu diesem Thema wusste er
selbstverständlich viel zu erzählen, beantwortete die vielen
Fragen der Teilnehmer und gab nützliche Tipps für den Umgang
mit Kindern in Notfallsituationen.
26.1.2005 -
Behandlung von traumatisierten Menschen, Folteropfern und
Flüchtlingen
Zu Gast ist Frau Dr. Angelika Claussen, Niedergelassene Ärztin
für Psychiatrie und Psychotherapie in Bielefeld
Weitere geplante
Themen:
-Sozioökonomische
Determinanten für Gesundheit
-Die medizinische
Betreuung von Obdachlosen und Asylsuchenden
-Ärzte
in der
Abschiebungshilfe - ethische Konflikte
-Andere
Länder,
andere Leiden – der kulturelle Faktor von
Erkrankungen
-Krieg und Militarismus
als Gefahr für die Gesundheit
-Sterbehilfe und
ärztliche Ethik
-Medizin als soziale
Wissenschaft und andere Thesen Virchows
-Ärzte in sozialer
Verantwortung - Fallbeispiele
-Die Verlorene Kunst des
Heilens
-Wirtschaftlichkeit vs.
Ethik in der täglichen Praxis
-Gesundheitssystemvergleiche
aus ethischen Standpunkten
-Das kubanische Gesundheitswesen -
Vorbild für andere Länder?
-Gesundheitliche Folgen von Kleinwaffengewalt (großes Problem in
Afrika, der USA und Lateinamerika)
-Ethische Standpunkte in
der Notfallmedizin
-Intensivmedizin vs.
Altenpflege
-Intensivmedizin für todkranke Neugeborene
-Gespräch mit
Patienten über den Tod
-Tschernobyl-Folgen
-Medizin im Irak/Afghanistan
-Verteilungsgerechtigkeit
(Lungenspende für Raucher, Leberspende für Alkoholiker)
-Ärzte
und Folter
- „Nervige“ Patienten
(medizinisch relevant / medizinisch nicht
relevant)
-Was ist
Entwicklungsarbeit? Wie können Mediziner hier aktiv
werden?
-Kindesmisshandlung
-Kinder und Tod
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