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Medizin in sozialer Veranwortung

Kann / soll Medizin eine Rolle in der Gesellschaft spielen
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Auszüge aus dem Genfer Gelöbnis von 1949:

Bei meiner Aufnahme in den ärztlichen Berufsstand gelobe ich

feierlich, mein Leben in den Dienst der Menschlichkeit zu stellen

Die Erhaltung und Wiederherstellung der Gesundheit meiner Patienten

soll oberstes Gebot meines Handelns sein.

 

Ich werde bei der Ausübung meiner ärztlichen Pflichten keinen

Unterschied machen weder nach Religion, Nationalität, noch nach

Parteizugehörigkeit oder sozialer Stellung.

 

Ich werde jedem Menschenleben Ehrfurcht entgegenbringen und selbst

unter Bedrohung meine ärztliche Kunst nicht in Widerspruch zu

den Geboten der Menschlichkeit anwenden.


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Wo hört Medizin auf?

Ist Medizin bloß die Diagnose der Symptome und entsprechende Therapie
oder beinhaltet sie auch:

  • Forschung nach Ursachen der Symptome
  • Aufklärung des Patienten über Ursachen
  • Beseitigung oder Bekämpfung der Ursachen
  • Prävention und  Verhütung weiterer Vorfälle

 
Ist sie bloß eine Dienstleistung für die Krankenkassenmitglieder oder beinhaltet sie auch:

  • Mitwirken an der Schaffung besserer sozialer Bedingungen
  • Einsatz für marginalisierte Gruppen

                  -Flüchtlinge, Asylanten, Papierlose

                  -Stigmatisierte (HIV-Patienten)

                  -Obdachlose, Arme

  • Aufklären der Bevölkerung über Gesundheitsrisiken

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   „Die Medicin ist eine sociale

   Wissenschaft, und die Politik ist

   weiter nichts, als Medicin im

   Grossen.“


   „Der Arzt ist der natürliche Anwalt

   der Armen.“








Rudolf Virchow (1821-1902)





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