Flüchtlingskinder
in Palästina
Hinter der Idee des
diesjährigen
Volleyballturniers steckt ein Projekt der IPPNW - ReCap. Das steht
für Refugee
Camp und wurde 2003 von Medizinstudenten gegründet. 2004 fand
ReCap zum ersten Mal
statt und wird seitdem jedes Jahr im Sommer durchgeführt.
Medizinstudenten aus aller Welt kommen
für einen Monat nach Palästina und treffen sich dort mit
palästinensischen
Medizinstudenten um in den Camps sowohl eine medizinische Ausbildung zu
erhalten als auch mit Flüchtlingskindern zu arbeiten. Die
Hälfte der Zeit fällt
medizinischen Aufgaben zu, zum Beispiel in den Krankenhäusern der
UN und in der
anderen Hälfte organisieren die Studenten mit den Kindern
Aktivitäten und
bringen ihnen Englisch bei. Es gibt computerbasierte Englischprogramme
und
Rollenspiele bei denen die Kinder spielend die Sprache erlernen
können. Die
palästinensischen Studenten helfen bei der Übersetzung.
Diese Zeit zum Spielen
und Lernen
ist für die Flüchtlingskinder eine willkommene Abwechslung in
ihrem normalen
Leben in dem sie sonst nur wenig Möglichkeit haben, sich zu
beschäftigen und
die Camps zu verlassen.
Die
palästinensischen Flüchtlinge
sind eine der größten Gruppen auf der Welt, die umgesiedelt
wurden. Die meisten
leben in der West Bank und im Gaza Streifen. Die Flüchtlingscamps
waren
ursprünglich Zeltlager die als Übergangslösung gedacht
waren. Mit der Zeit
wurden sie aber in dauerhafte Städte umgewandelt. Zunächst
gab es nur Hütten
die sehr bald begannen einzustürzen. Die Flüchtlinge waren
arm und nicht in der
Lage sich ein Stück Land in ihrer eigenen Heimat zu kaufen. Also
begann ein
Wiederaufbau in den Camps und es wurden Häuser gebaut. Somit
wurden die
Palästinenser Flüchtlinge in ihrem eigenen Land.
Die Idee, die hinter ReCap steht,
ist es den Effekt von Krieg und Gewalt auf die Flüchtlingskinder
zu minimieren.
Die Aufmerksamkeit für die Probleme der palästinensischen
Flüchtlinge soll
gesteigert werden. Speziell soll bei den Medizinstudenten das
Verständnis für
die Bedürfnisse und die medizinische Herausforderung die Krieg und
Gewalt mit
sich bringen geweckt werden. Vor allem geht es darum den Zusammenhang
zwischen
Traumatisierung und gesundheitlichen Problemen herzustellen.
Warum
wir ReCap unterstützen
Jedes Jahr wenn die
Medizinstudenten
in den Flüchtlingscamps arbeiten, stellen sie fest, dass die
Ressourcen
ungleich verteilt sind. Die Möglichkeiten für die
Kinderbetreuung sind nicht in
jedem Camp gleich. In manchen Camps gibt es schon Computer für die
Englischprogramme
und in anderen gibt es nicht mal genug Platz für alle Kinder und
sie sitzen auf
den Häuserdächern um wenigsten hören zu können was
sich in den Lerngruppen
abspielt. Diese Situation wollen wir ändern. Von dem Erlös
des Volleyballturniers
sollen Spielsachen und Englischbücher gekauft werden. Wir hoffen
ferner durch
das Volleyballturnier die Aufmerksamkeit für die Probleme in den
Flüchtlingslagern zu wecken und eventuell andere zu bewegen
ebenfalls
unterstützende Hilfestellung zu geben.